Rig-Setup



Erklärungen zu obiger Tabelle.


Die 1. Spalte 'MastRake' ist das Maß Rumpfspitze (direkt hinter dem Bumper) zur oberen Bohrung der Fockaufhängung. Genau wie in der Anleitung auf Seite 10 dargestellt.

Position = 5
Die 2. Spalte 'Mast-Pos.' meint die Position des Mastrutschers. Der erste lange Strich ist dabei 0 dann 2-4-6-8. die kurzen Striche dazwischen sind dementsprechend die ungeraden 1-3-5-7.
(Oben steht der Mast also an Position 5)

Headsail / Jib = Vorsegel / Fock

 'Foot-Chamber' meint die Profiltiefe der Fock zum Fockbaum. Also den Bereich der max. Profiltiefe.


Gap-JibBoom to Mast bedeutet der Abstand Fockbaumende zum Mast. (Öffnung der Fock unten) 
Hier gibt uns der Rumpf eine kleine Hilfe. Die obere Deckkante ist genau 55mm von der Mitte und gibt uns so schonmal einen groben Anhaltspunkt.

'Gap-Middle Leech to Mast' ist der Abstand von Mitte der Fock-Achterlik zum Mast.
(Öffnung / Twist der Fock)


Mainsail = Großsegel

 'Foot-Chamber' meint hier wieder den Bauch im Großsegel zum Großbaum.

'Gap-Main Boom to CL' ist der Öffnungswinkel des Großbaumes. Weil man das schlecht messen kann gibt es dazu auch eine kleine versteckt Hilfe am Rumpf. Das kleine Cockpit hinten ist genau 65mm breit. Wenn man nun die obere Kante gedanklich verlängert (blaue Linie) hat man einen groben Anhaltspunkt.

'Gap-2nd Batten to Backstay' ist der Abstand an der 2. Segellatte (von Oben .. also die erste waagerechte) zum Achterstag.
(Öffnung / Twist des Großsegels)

Messhilfe

Für die Messungen habe ich mir aus 4x4 mm Vierkantholz eine Lehre gemacht.
(Teileliste: 4x4x530mm; 4x4x470mm; 4x4x50mm)








Mit der 9 mm weiten Aussparung gehe ich auf den Mast.
Die Kante, die dann am Achterstag anliegt, ist dann die Mittellinie (CL) und somit der Bezug für die Messungen.

Grundsätzliches zum Riggtrimm

Grundsätzlich wird mit dem mast-rake der Mastfall eingestellt, also wie sehr der Mast nach vorne oder hinten geneigt wird. Dabei verschiebt sich dann der Segelschwerpunkt nach vorne oder hinten und somit die Balance des Bootes.

Mit der backstay-lenght wird dann im wesentlichen nur noch die Spannung von Achterstag und mittelbar vom Vorstag (und somit der Durchhang vom Vorliek der Fock) beeinflusst, am Mastfall ändert sich dabei nicht mehr so viel. Die Achterstagspannung (backstay tension) sollte gerade so stark sein, dass das Vorsegel auch in Böen nicht anfängt zu schlagen/killen.

Bei hoher Achterstagspannung wird wegen der Achterstagspreize (mast crane) die Mastkurve im oberen Bereich des Mastes stärker gekrümmt. Im unteren Bereich des Mastes lässt sich mit der Einstellung des Mastfusses die Mastkurve auf die Vorliek-Kurve des Groß-Segels einstellen.

Bei geringer Achterstagspannung und nach hinten eingestelltem Mastfuß erhält man ein volleres, bauchigeres Segel für Schwachwind.
Bei starker Achterstagspannung und nach vorne geneigtem Mastfuß erhält man ein flacheres Segel für Starkwind.


Aufriggen leicht gemacht, eine Rigg-/Trimmanleitung findet ihr hier:

   --->    Rigg-/Trimmanleitung



Kommentare:

  1. I found your article extremely useful.
    Do you have any figures for moderate wind conditions 6 to 12 knots and also higher wind conditions 15 to 25 knots.
    Also is the figure of 1117mm for the mast rake for light wind with puffs correct?

    Thanks,

    whitakerjohn8@gmail.com

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  2. Hi John,
    thanks for your comments!

    The 1117 mm mastrake was at our regatta at lake laprello with #63 in the video:

    https://youtu.be/Vro878zdjF8?list=PLp4VOjWfBLTFMLeXh6Lzm5gwhwHdG4TAy

    ... shifting wind, coming from the shore, so you don't need to point extremly high, just chose the right tack ;-) (at least, that was the plan)
    The 1117 mm gives lee helm which may be compensated by higher heeling angles during the puffs.
    The #63 is one of the heavier boats and needed a bit more of acceleration.

    We usually have light to moderate wind conditions here in Germany. So the 1135 mm for the A-rig is quite usefull.
    At 12 knots the B-rig might come into play. Without a B-rig I would use a shorter mast rake for the A-rig.
    I havn't had many B- or C-rig conditions yet here in Germany, but it needed much mastrake and a main sail sheeted close to the centerline to fight the lee helm.

    Wolfgang

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